Eine mit viel Liebe zum Detail gezeichnete Satire mit unbedingt treffsicheren Dialogen.
Sommer 1996: Der ewig jugendliche, aber schon 50-jährige Tagelöhner Freddy ergreift die Gelegenheit, sein unbequemes Leben in Deutschland hinter sich zu lassen und steigt ganz spontan in einen Reisebus, auf dessen Schild in der Windschutzscheibe in großen Lettern Costa Brava zu lesen ist. Zunächst wähnt er sich im Paradies - bis er den Discobetreiber Herbert trifft. Mit ihm gerät er in eine deutsch-österreichische Aussteigercommunity. Herbert mag sich mit seinem etwas schweren, gebeugten Gang durch die engen Gassen der ramponierten Stadt und ihre dunkelgetäfelten Restaurants schleppen, doch man kennt ihn – und bringt ihm zumindest im grellen Partytourismus der 1990er Jahre einen gewissen Respekt entgegen. Für Freddy wird die Bekanntschaft zum Abenteuer.