Schon nach der ersten Szene, in der Schleef zum Zuschauer spricht und das Wesen seines Theaters der Wortgewalt aus dem eigenen Stottern erklärt, spürt man, dass erstaunliches und vor allem weitgehend unbekanntes Material montiert wurde, das sich jeder Kommentarstimme enthält und Schleef selbst und seine Inszenierungen für ihn sprechen lässt. Der Film hat rein gar nichts Anekdotisches, sondern vermittelt einen äußerst plastischen Eindruck von Schleefs Theaterarbeit. Einar Schleef: Theatermacher und Gesamtkünstler aus der Mitte Deutschlands. Der aus dem Osten floh und im Westen nie ankam. Der das Theater aus dem Wachkoma riss, sich bis zur Selbstzerstörung an der deutsch-deutschen Wirklichkeit abarbeitete und viel zu früh starb.