Nach dem Zweiten Weltkrieg sollen Kriegsverbrecher im Nürnberger Prozess zur Rechenschaft gezogen werden. Der junge amerikanische Psychiater Douglas Kelly muss feststellen, ob die Nazi-Gefangenen zurechnungsfähig sind, um vor Gericht zu stehen. Dabei gerät er in ein komplexes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Hermann Göring, der als Hitlers rechte Hand galt. Er wirkt furchteinflößend, charmant, sinnlich und schrecklich. Die Dialoge zwischen dem gefallenen Reichsmarschall und dem Psychiater, der versucht, die psychologischen Hintergründe des Nationalsozialismus zu verstehen, zeigen die moralische Ambiguität der Nürnberger Tribunale: Die Sieger urteilen über die Besiegten in einem eigens dafür geschaffenen Rechtsrahmen.