Toni Erdmann

Ein komödiantisches Familiendrama aus der Vampirwelt des modernen Turbokapitalismus.

Diese Seite würde nicht ausreichen, um all die überschwänglichen Elogen, die dieser Film bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfestival in Cannes ausgelöst hat, zu fassen. Eine rundherum gelungene Komödie aus Deutschland. 10 von 10 möglichen Punkten gab es für sie von den Kritikern:
Winfried ist ein 65-jähriger Musiklehrer mit einem Hang zu Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines hingegen ist das absolute Gegenteil: Als ehrgeizige Unternehmensberaterin reist sie um die Welt und von einem Projekt zum nächsten, um die Karriereleiter steil nach oben zu klettern. So leben Vater und Tochter mehr oder weniger aneinander vorbei. Erst als Winfrieds Hund stirbt, taucht Winfried unangekündigt bei Ines auf - mit Scherzgebiss und Sonnenbrille. Ines ist entsetzt. Als sich Winfried auch noch in sein alter Ego Toni Erdmann verwandelt, zoffen sie sich noch mehr - und kommen sich langsam näher.

Kurt Tykwer:
Der alleinlebende pensionierte Musiklehrer Winfried Conradi neigt zu skurrilen Scherzen. Der Alt-68er leitet noch Kurse an der Schule und pflegt ein offenbar entspanntes Verhältnis zur Mutter seiner Tochter Ines sowie zum Partner der Mutter. Ines hingegen ist ihm fremd geworden, die Arbeit dominiert ihr Leben. In Bukarest feilt sie an einer Karriere als Unternehmensberaterin. Nachdem sein geliebter Hund Willi gestorben ist, macht sich Winfried auf den Weg, um Ines zu überraschen. Die fiebert gerade einer Präsentation für ihren Auftraggeber Henneberg aus der Erdöl- Branche entgegen und ist nur wenig erfreut. Sie nimmt aber ihren Vater mit zu einem Empfang, wo sie Henneberg treffen möchte. Der überlässt Ines aber zunächst seiner jungen, ukrainischen Freundin Natalja, spricht mit anderen und wendet sich dann Winfried zu, der zwecks Smalltalk zum Scherz neigt. Henneberg findet das amüsant und lädt ihn mit zur nächtlichen Runde in seinen Club ein. Dort unterläuft Ines ein Fauxpas: Sie spricht offen über Personalabbau und wird von Henneberg zurechtgewiesen. Winfried versucht sofort, sie auf seine Art in Schutz zu nehmen. Als Ines sich mit zwei Freundinnen entspannen möchte, taucht plötzlich ihr Vater wieder auf: Mit dunkler Perücke und vorstehenden Zähnen, nur von Ines erkannt, drängt er sich mit Champagner und als bekannter Geschäftsmann „Toni Erdmann“ den irritierten, aber amüsierten Frauen auf. Derart verkleidet greift er nun immer wieder in Ines´Alltag ein. Als sie nach einem Termin im Auto einschläft, folgt Winfried der Einladung der flüchtig bekannten Flavia zum traditionellen Ostereierfärben. Ines, wach geworden, folgt ihm und erlebt, wie er sich als deutscher Botschafter vorstellt und sie als seine Sekretärin. Widerwillig lässt sie sich zum Schluss darauf ein, vom Vater am Keyboard begleitet, das Lied „Greatest Love of All“ zu Besten zu geben. Trotz Applaus verlässt sie wortlos die Wohnung. Währenddessen wartet vor ihrer Wohnung schon der Catering-Service für den geplanten Geburtstagsbrunch, zu dem Ines das Team eingeladen hatte. Als es beim schwierigen Einkleiden des Outfits an der Tür klingelt öffnet sie spontan einem Kollegen mit Absicht fast nackt, lehnt die angebotenen Ankleidehilfe ab und erklärt den Brunch zur Nacktparty. Dem verweigern sich die männlichen Gäste. Ihre Assistentin mit Chef kommen aber tatsächlich unbekleidet. Und es erscheint noch ein langhaariges Monster. Unter einem Vorwand folgt Ines nur im dünnen Bademantel dem Kostümträger in einen Park und ruft schließlich „Papa“! Nach inniger Umarmung gehen sie wortlos auseinander. Beim Filmfestival in Cannes wurde der Film auf Anhieb zum Kritiker und Publikumsliebling.



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Kino Breitwand Gauting

SO 04.09.
17:00  

Kino Breitwand Starnberg

SO 04.09.
13:30  
Toni Erdmann

DE/AT 2016, 162 Min., FSK ab 12 Jahren
Regie:
Maren Ade
Besetzung:
Sandra Hüller, Peter Simonischeck, Michael Wittenborn, Trystan Pütter, Thomas Loibl, Lucy Russel, Victoria Cocicas, Wiktorija Malektorowytsch
Kamera:
Patrick Orth
Filmographie:

2016 Toni Erdmann
2009 Alle Anderen
2003 Der Wald vor lauter Bäumen
Toni Erdmann

DE/AT 2016, 162 Min., FSK ab 12 Jahren
Regie:
Maren Ade
Drehbuch:
Besetzung:
Sandra Hüller, Peter Simonischeck, Michael Wittenborn, Trystan Pütter, Thomas Loibl, Lucy Russel, Victoria Cocicas, Wiktorija Malektorowytsch
Kamera:
Patrick Orth
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